Merke…

15. Dezember 2013

die Vorwahl von Düsseldorf ist 0211.

Mit nur einer Null am Anfang. Nicht zweien.

Konzentration ist auch bei den anderen Ziffern angesagt. Ansonsten landet man im Südsudan.

Oder Algerien.

Oder in Jerusalem.

Ich weiß es nicht.

Ich hab die Sprache nicht verstanden.

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10 Fragen (von Svü)

28. November 2013

Die liebe Svü beantwortete ihrerseits 10 Fragen und bat mich, das ebenso zu tun, damit ich mal wieder blogge. Sehr gut! Bin ich doch schon wieder weit unter meinem Soll und kann so leichter etwas füllen…

Es ist übrigens nicht so, dass ich keine Ideen hätte. 
Es fehlt an der Zeit und der Konzentration um sie umzusetzen... 
(Verdammtes Anspruchsdenken!!!)

1. Wenn es einen Buch/Film Hype gibt… folgst du dem dann sofort? Oder wartest du bis du dich mit beschäftigst? Oder ignorierst du es gar ganz?

Oftmals bekomme ich den Hype zuerst garnicht mit, da ich wenig Fernsehen schaue und nur die Dinge lese, die mich interessieren. Wenn ich den Hype um einen Film oder ein Buch tatsächlich mal mitbekomme, dann passiert es oft, dass ich die Sache erstmal (fast ungesehen) ablehne, einfach weil ich das Phänomens des Hypes nicht mag und mich vom „auf der Welle schwimmen“ IMMER zuerst distanziere. Hat vielleicht was damit zu tun, dass meine Mutter immer (meisten mit Wut-verzerrtem Gesichtsausdruck) zu mir sagte „… UND WENN DIE ANDEREN KINDER VON DER MÜNGSTENER BRÜCKE SPRINGEN, SPRINGST DU DANN HINTERHER???“ und mich das irgendwann davon überzeugt hat, nicht mehr eine Levis-Jeans haben zu wollen. Außerdem sind gehypte Sachen manchmal auch gar nicht so toll wie es den Anschein hat…

2. Welche war deine erste eigene CD? Und würdest du sie jetzt immer noch mögen?

Die erste CD die ich (zu meinem ersten Cd-Player von meinen Eltern) von meinem Bruder bekam, war Wizo’s Herrenhandtasche und die mag ich auch heute noch. Konträr dazu habe ich mir selbst die Single-Auskopplung von Blümchens „Herz-an-Herz“ gekauft. Und das ist eine Nummer, die ich-wenn überhaupt- nur noch im betrunkenen Zustand ertragen kann.

3. Hand aufs Herz. Welchen “Promi” magst du wirklich? Warum?

Ich habe mal geträumt, ich würde mit Robert Smith von The Cure spazieren gehen und tiefsinnige Gespräche mit ihm führen. Irgendwie muss mich der Typ mal beeindruckt haben… Ansonsten vergöttere ich Michael Stipe, Bruce Springsteen und Farin Urlaub. Warum? Weil sie allesamt großartige Musiker sind und alle das „gewisse Etwas“ haben. Was das ist, finden Sie am besten selbst raus!

4. Der Klassiker. 1000€, einfach so. Was tust du damit? (Mir fällt an dieser Stelle auf, dass ich damals bei dem “Was würdest du mit so viel und so viel und so viel Geld machen Dingen gar nicht mitgemacht habe, obwohl ich es eigentlich unbedingt wollte…)

Schulden tilgen. Ich hasse es, irgendwo „noch eine Rechnung offen“ zu haben.

5. Auf ewig nur noch ein Urlaubsziel. Wohin geht es?

Ich würde sagen Amerika, da ist die Auswahl an Klimazonen schön groß und das Land dadurch sehr abwechslungsreich… Finden Sie das gemogelt? Na gut. Dann eben die Malediven. Sonne, Strand, Meer, Ruhe. Mein persönliches Refugium in stressigen Zeiten. (Wenigstens im Traum… )

6. Und könntest du dir vorstellen alleine in den Urlaub zu fahren? Und egal was du sagst: Warum?

Unbedingt. Die Gedanken wie Wolken vorbei und wegziehen lassen. Auf niemanden angewisen sein, machen können was und wann man möchte. Great! Manchmal ist es schön, mal nur für sich da zu sein und sich einfach treiben zu lassen.

7. Das Lieblingsgericht aus deiner Kindheit. Magst du es heute noch?

Nudeln mit Tomatensoße geraten nie auch der Mode! 😉

8. Mit welchem Buchcharakter möchtest du mal einen Kaffee trinken? Meinetwegen auch Kakao oder Bier. ^^

Mit Demian (von Hermann Hesse). Falls das jemandem etwas sagt. Grandioses Buch. Grandios.

9. Wolltest du früher etwas lernen, was du dann nie gelernt hast und jetzt bereust?

Ich bereue nichts. Trotzdem würde ich heute gerne Cello oder Akkordeon spielen können… Aber was nicht ist, kann ja noch werden…

10. Und weil ich Katjas total eigennützige Buch-Sortier-Frage so toll fand. Ablage! Wie sortierst du deinen Papierkram? Alles in einen Ordner Register? Viele Ordner? Jedes Jahr neu, oder sammeln bis der Ordner platzt?

Ich habe so eine dicke Ordnungsmappe vom Disounter mit Verschluss. Die hat mehrere zu beschriftende Fächer und man kann die Blätter einfach rein legen, da sie von drei Seiten geschlossen sind und somit nichts raus fallen kann, wenn die Mappe ganz zu ist. Beschriftet sind die Fächer z.B. mit „Mietvertrag/Wohnungsangelegenheiten“,“Strom/Gasanbieter“, „Krankenkasse“, „Steuer“,“Haftpflichtversicherung“, „Bank“, „Mobilfunkanbieter“, „Arbeitsverträge“ etc. Das ist das Ordnungssystem für die Sachen, wo nicht viel neues reinkommt. Für Kontoauszüge  oder Abrechnungen, die jeden Monat kommen, habe ich jeweils einen separaten Ordner und die Sachen sammel ich auch. Bewerbungsunterlagen habe ich komplett sortiert in einem anderen Ordner, dort ist dann auch ein „Unterabteil“ mit Kopien. Ich hatte mal Schwierigkeiten mit dem BAföG-Amt, hier habe ich den ganzen Wust – Bescheide, Schriftverkehr etc. alles in eine Mappe getan, so dass ich alles griffbereit hatte. Wenn ich mein Darlehen irgendwann zurückgezahlt habe, werde ich diese Mappe feierlich verbrennen. =)

Bei Abrechnungen vom Gas/Stromanbieter oder alten Mietverträgen/Nebenkostenabrechnungen ist es auch so, dass ich zwischenzeitlich mal ausmiste, da man die Sachen ja bezahlt hat oder der Vertrag sich verändert hat. Allerdings dauert das immer etwas, bis ich mich trenne…

Fragen beantwortet, Svü? =)

Gestern auf einem Bauwagenplatz gewesen und dort einem Punk-Konzert beigewohnt. Viele Menschen getroffen, die „ausgestiegen“ sind. Für die Augen eines (derzeit funktionierenden) Rädchens der Gesellschaft kuriose Erscheinungen, die man wohl sonst nur in einer „Menschen hautnah“-Doku sieht.

Zum Beispiel Mascha. Mascha hat breite Schultern, die in einem Oliv-grünen Tank-Top stecken und bedeckt sind, von wunderschönem, langen braunem Haar. Normalerweise bleibt sie lieber in ihrem Wohnwagen und unterhält sich mit ihrem besten Freund Kruno. Nur selten traut sie sich hervor, aber wenn, dann sind alle begeistert und umarmen sie liebevoll. Mit ihrer tiefen Stimme hat sie für alle ein paar warme Worte übrig – außer für Ämter und Behörden, mit denen Ella gerade Stress hat.
Ella hat eine 9 jährige Tochter und derzeit Streit mit dem Jugendamt, da von der Mutter einer Klassenkameradin der Tochter behauptet wurde, Ella’s Tochter lebe mit ihr auf dem Bauwagenplatz. Das wäre aber nicht so, da dass Kind beim Vater leben würde und wenn überhaupt nur in den Ferien da ist. Und dann gerne. Deshalb will sie das Jugendamt verklagen. Warum weiß sie nicht – ihr wird schon etwas einfallen – denn eine laufende Klage (sei es gegen das Jugendamt oder die Krankenkasse) sollte man immer am laufen halten, damit man „denen“zeigt, dass man noch lebt. Ihr Vater hätte das der Rentenversicherung sogar mal beweisen müssen, da er zufällig aus dem System gefallen war.
Peter hingegen ist freiwillig aus dem „System“ ausgestiegen. Derzeit lebt er von seiner Musik. Früher war er mal LKW-Fahrer, dann wurde er Salsa-Lehrer und jetzt bietet er gestressten End-Zwanzigern und Hausfrauen „Trommel-Kurse“ an, bei denen ums Lagerfeuer und die Kongas getanzt wird. Außerdem ist er ein sehr passabler Schlagzeuger. Peter ist nicht krankenversichert und bezahlt seine jährlichen Zahnarztbesuche aus eigener Tasche. Derzeit ginge ihm sein Zahnarzt wohl auch mächtig auf die Nerven – ob wegen ausstehender Zahlungen oder einer anstehenden Behandlung bleibt mir unklar. Peter sagt, er müsse sich wegen der fehlenden Versicherung gut ernähren und auf sich aufpassen. Dehalb kauft er nur Produkte aus dem Bioladen, inklusive eines Wassers, das bei Mondschein „geerntet“ wird. Zum Abschied schenkt er mir eine Flasche zum probieren.

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Das Leben auf dem Bauwagenplatz erscheint mir hart und ungemütlich – nicht nur weil wir bereits Oktober haben, es dort (normalerweise) kein elektrisches Licht bzw. Strom gibt und es, abseits der Feuertonne, recht „frisch“ ist. Zwar gibt es immerhin ein abschließbares Plumpsklo mit Toilettendeckel und Toilettenpapier, dennoch vermisse ich eine „Spülung“, die unangenehme Gerüche beseitigt und einen Wasserhahn, um mir die Hände zu waschen.
Alle romantischen Vorstellungen vom Leben auf einem Bauwagenplatz sind gestern für mich in der Dunkelheit verschwunden. Für mich wäre das Leben dort einfach zu hart, weswegen ich mich zum „drinbleiben“ entscheiden muss. (Oder aber zum Sommercamping) 😉

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Erkenntnis des Tages

13. Juli 2013

 

Wenn in ihrer Lieblingskneipe die Klos renoviert werden wird es Zeit, sich eine neue zu suchen.

Warum?!
Gestern mal wieder im Luisenviertel unterwegs gewesen. Was früher ein beliebter Ort für Studenten mit wenig Geld war, die etwas Spaß haben wollten, ist mittlerweile zu einem Ort für Studenten geworden, die Geld verdienen wollen. Sie bedienen ihre Zukunft: Ewig junggebliebene Juppies Ende 40 – Pädagogen, Psychologen, Kinderärzte, Architekten und Grafiker. Und das in den Kneipen und Bars, die früher zwar keine Blumen auf dem Tisch und keinen Wein und Bionade auf der Speisekarte stehen, dafür aber noch ordentliches Bier hatten.
Der Siegeszug der Latte-Macchiato-Mütter, die bei Bio-Sofie essen, bei Frau Wunder ihre Kinderwäsche und im Lakritzkontor ihren Süßkram erstehen, schreitet unaufhaltsam voran.
Die Gentrifizierung des Luisenviertels hat ihren Höhepunkt erreicht. Neulich gab es so Kuriositäten wie einen „Französischen Gourmetmarkt“, gestern ein „Open-Air“ des Sinfonie-Orchesters – wobei letzteres ja zugegebenermaßen eigentlich auch ziemlich cool ist…
Okay… es können halt nicht alle nach Berlin… Dennoch fühle ich mich fremd, wo ich einst beheimatet war.

Nennen Sie mich ruhig eine Kulturbanausin und altenfeindlich aber in Zukunft werde ich mich wohl doch in anderen Gefilden Wuppertals rumtreiben… Das Bedürfnis nach Distinktion wohnt auch in meinem beschränkten Geist…

Laut Statistik bei SpOn liegt die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei einem männlichen Studenten (hier heißt er Jan) um einen Single handelt bei 50%.

Wow.

 

Und bei Edeka gibts jetzt wieder Männer- und Frauenbratwurst – Dieses Foto habe ich bereits im Oktober 2012 aufgenommen um drüber zu bloggen – habs aber nicht hinbekommen… Frau Enz und Antje Schrupp waren da fleißiger…

 

Wurst

 

Wie würde Pepe dazu sagen:

Alltag

21. Mai 2013

Ich könnte mir natürlich auch über andere Dinge Gedanken machen, als über meine Mitmenschen – mein eigenes Leben beispielsweise – aber manche Leute hinterlassen Eindrücke auf mich, die ich erst einmal verarbeiten muss. Und was für mich viel wichtiger erscheint ist, ihr teils abstruses Verhalten einzuordnen. Ich meine, eine Person, die (aus Gründen, die ich nicht verstehe) Sprüche wie brennende Pfeile verschießt und die dabei zeitgleich ein ähnlich zwanghaftes Verhalten wie Sheldon Cooper zeigt, ist in höchstem Maße irritierend.
Und eine andere wiederum, die jede Antwort auf eine ihr gestellte Frage mit einem Seufzen einleitet um damit ihre Fachlichkeit (und in gewisser Weise auch Macht) zu demonstrieren…

Wissen Sie was!? Eigentlich ist das irritierende Verhalten beliebig. Worauf es für mich ankommt ist zu einer Position zu finden, in der mich ein solches Verhalten kalt lässt. Zu einer Identität, die professionell und selbstbewusst genug ist, um Giftspritzen und Machtgehabe zu ignorieren und einen eigenen Weg zu gehen…

 

 

Hört diese Selbstfindungsgeschichte eigentlich NIE auf?!

Die wichtigen Dinge

31. Dezember 2012

Beim Rückblick auf meinen Blog anno 2012 und das, was ich so gepostet habe fällt mir auf, dass ich trotz der großen Themen in meinem Leben eigentlich hauptsächlich über die kleinen Themen, das Unwichtige geschrieben habe.

Dabei war 2012 eines der härtesten Jahre meines bisherigen Lebens. Und dabei sollte es eigentlich nach dem von Verlust und Trauer gezeichneten Vorjahr besser werden.

Ich war gerade umgezogen – neue Wohnung, neues Glück – wie die Werbung einer hiesigen Wohngesellschaft proklamiert. Und zunächst war es auch so. Wegen der Dinge aus 2011 nicht leicht, aber okay. Ich fand ein Thema für meine Abschlussarbeit und freute mich über meine Eltern, die mich finanziell unterstützten, so dass ich meine zwei Nebenjobs aufhören konnte. Dann im April, einen Tag nach meinem Geburtstag, der erneute Rückschlag und über einen Monat Zwangspause von allem, existenzielle Krise inklusive. Heute frage ich mich, wie ich diese Zeit und die, die darauf folgte überstanden habe.
Und Ende August, als es nochmal besonders schlimm war, ich an einem der dunkelsten Orte meines Lebens saß und nebenbei meine Arbeit schreiben musste, wusste ich, dass wenn ich das überstehe, mich danach nichts mehr so leicht umhauen kann.
Und ich bin dankbar für meine Familie und meine Freunde, die mir da durch geholfen haben, denn ohne sie hätte ich es nicht geschafft.
Ende September konnte ich meine Abschlussarbeit endlich abgeben und in einen wohlverdienten Urlaub fahren, der vermutlich zu den besten meines Lebens gehören wird, bedeutete er doch ein Loslassen von allem, was mich so lange verfolgt hat. Dass die Arbeit und das Kolloquium dann noch mit Bestnote bewertet wurden, läutete endgültig einen neuen Lebensabschnitt ein. Es tat und tut gut, diese Hürde endlich gemeistert zu haben.
Zwar werden die Herausforderungen des Lebens gewiss nicht weniger werden – dennoch hoffe ich aber, dass es jetzt erstmal mit den kleineren Sorgen weiter gehen wird.

Seit Mitte November arbeite ich in einem Job, der mir richtig gut gefällt und bis jetzt sieht es so aus, als hätte 2012 irgendwie doch noch ein gutes Ende gefunden…

Bleibt mir nur noch zu hoffen, dass es nächstes Jahr ruhiger wird und die Welt nicht wieder aus der Bahn gerät.

Und genau das wünsche ich auch Ihnen da draußen! Kommen Sie gut rüber!