Bloggeswohlgefährdung

9. März 2013

Risikoeinschätzung zur gemeldeten Bloggeswohlgefährdung gemäß § 8a des BRW VIII (BlogRegelWerk VIII):

Der Blog „Wupperwasser – Mein Leben im Fluss“ wird seit einiger Zeit nur noch unzureichend betrieben. Anzeichen dafür sind unter anderem eine verminderte Anzahl an Artikeln, langweilige Inhalte oder lediglich Foto- und/oder Videoposts, die zudem noch mit unsinnigen Kommafehlern verhunzt werden. Die Leserzahl, die ohnehin nie hoch war, ist in den letzten vier Monaten auf ein Minimum geschrumpft was auch zur Folge hat, dass immer seltener kommentiert wird.
Die Autorin selbst beobachtet diesen Vorgang schon eine ganze Weile mit großer Besorgnis – aber auch mit Ohnmachtsgefühlen – schafft sie es doch noch nicht einmal woanders ordentlich zu kommentieren, geschweige denn ihren Blogroll zu aktualisieren. Zur Zeit loggt sie sich zwar täglich bei WordPress ein, dennoch fehlt es ihr an Zeit, Ideen und Motivation um das Onlinetagebuch bloggerecht zu pflegen. Das wird vor allem an solchen Einträgen deutlich, die ihre Suchanfragen thematisieren oder eine Liste mit „5 Dingen“ präsentieren, die die Bloggerin irgendwann mal gut fand.
Der Blog „Wupperwasser – Mein Leben im Fluss“ bedarf daher dringend menschlicher Fürsorge und Zuwendung, andernfalls ist er per richterlichem Beschluss gemäß §1666 Bloggerliches Gesetz Buch in Verbindung mit §§8a und 42 BRW VIII in Obhut zu nehmen und fremd unterzubringen.
Es wird angeregt im Rahmen der Hilfeplanung eine flexible Bloggerhilfe einzustellen, die gemeinsam mit der Autorin an ihren Grundproblemen arbeitet.

Wiedervorlage spätestens am 05.04.2013.

 

Die wichtigen Dinge

31. Dezember 2012

Beim Rückblick auf meinen Blog anno 2012 und das, was ich so gepostet habe fällt mir auf, dass ich trotz der großen Themen in meinem Leben eigentlich hauptsächlich über die kleinen Themen, das Unwichtige geschrieben habe.

Dabei war 2012 eines der härtesten Jahre meines bisherigen Lebens. Und dabei sollte es eigentlich nach dem von Verlust und Trauer gezeichneten Vorjahr besser werden.

Ich war gerade umgezogen – neue Wohnung, neues Glück – wie die Werbung einer hiesigen Wohngesellschaft proklamiert. Und zunächst war es auch so. Wegen der Dinge aus 2011 nicht leicht, aber okay. Ich fand ein Thema für meine Abschlussarbeit und freute mich über meine Eltern, die mich finanziell unterstützten, so dass ich meine zwei Nebenjobs aufhören konnte. Dann im April, einen Tag nach meinem Geburtstag, der erneute Rückschlag und über einen Monat Zwangspause von allem, existenzielle Krise inklusive. Heute frage ich mich, wie ich diese Zeit und die, die darauf folgte überstanden habe.
Und Ende August, als es nochmal besonders schlimm war, ich an einem der dunkelsten Orte meines Lebens saß und nebenbei meine Arbeit schreiben musste, wusste ich, dass wenn ich das überstehe, mich danach nichts mehr so leicht umhauen kann.
Und ich bin dankbar für meine Familie und meine Freunde, die mir da durch geholfen haben, denn ohne sie hätte ich es nicht geschafft.
Ende September konnte ich meine Abschlussarbeit endlich abgeben und in einen wohlverdienten Urlaub fahren, der vermutlich zu den besten meines Lebens gehören wird, bedeutete er doch ein Loslassen von allem, was mich so lange verfolgt hat. Dass die Arbeit und das Kolloquium dann noch mit Bestnote bewertet wurden, läutete endgültig einen neuen Lebensabschnitt ein. Es tat und tut gut, diese Hürde endlich gemeistert zu haben.
Zwar werden die Herausforderungen des Lebens gewiss nicht weniger werden – dennoch hoffe ich aber, dass es jetzt erstmal mit den kleineren Sorgen weiter gehen wird.

Seit Mitte November arbeite ich in einem Job, der mir richtig gut gefällt und bis jetzt sieht es so aus, als hätte 2012 irgendwie doch noch ein gutes Ende gefunden…

Bleibt mir nur noch zu hoffen, dass es nächstes Jahr ruhiger wird und die Welt nicht wieder aus der Bahn gerät.

Und genau das wünsche ich auch Ihnen da draußen! Kommen Sie gut rüber!

5-Dinge-Sonntag

9. Dezember 2012

5 Dinge, die mich die letzten beiden Wochen zum lachen gebracht haben:

1. Wie jedes Jahr:

2. Die Tatsache, dass mir die Bedeutung des Textes vom Lied „Independent Lovesong“ (Scarlett) erst bewusst wurde, als ich ihn lauthals bei der Geburtstagsfeier meiner Mutter zur Klavierbegleitung sang.

3. Der Nachname „Bombe“.

4. Die lautstarke Reaktion auf mein Schrottwichtelgeschenk (Feinripp-Baumwollunterhosen mit Eingriff, OVP von C&A) bei der Weihnachtsfeier.

5. Den Kommentar Versprecher des die Absolventenfeier moderierenden Professors zu dem vorherigen, grottigen Musikbeitrag einer Studentenband: „Ich denke, ich habe nicht viel versprochen!“

Fünf-Dinge-Sonntag

25. November 2012

Um hier trotz neuem Job und damit auch irgendwie einem neuen Leben noch weiter zu bloggen bediene ich mich einer hilfreichen Blogger-Tradition, die wohl so alt ist, wie das Bloggen an sich: Eine Liste über fünf Dinge, die …

mich diese Woche dankbar gemacht haben:

1. Meine bislang sieben Jahre andauernde Beziehung, die Hunger, Müdigkeit und daraus resultierendes kindisches Verhalten verkraftet.

2. Mein neuer Job mit lauter netten Leuten, die mich im Büro mit Schokolade und einer hübschen Büropflanze willkommen hießen.

3. Meine Freunde, die teilweise weit weg wohnen, aber trotzdem für mich und meine Ängste da sind.

4. Meine Eltern, die mich wegen meiner Geschwindigkeitsüberschreitung nicht beim Straßenverkehrsamt verpetzen werden.

5. Der Hermes Bote, der uns das neue Bett bis zur Wohnungstür geliefert hat.

 

Nächstes mal dann wieder mehr… =)

 

 

Babyboom

1. November 2012

Zur Zeit gibt es in meinem sozialen Umfeld mehr Frauen mit Babies als ohne.

Und ich stehe wieder mal ratlos im Spielzeugladen vor dem Regal für Säuglinge und werde unfreiwillig darüber belehrt, dass Eisenbahn-Mobiles nix für Mädchen sind (Dabei ist es ohnehin schon schwer genug etwas für die Kleinsten zu finden..).
Und dann höre ich mir zum dritten Mal innerhalb von vier Wochen die Horror-Geschichte einer Geburt an. Mit PDA. Ohne PDA. 20 Stunden Wehen und dann doch der Kaiserschnitt. Ich weiß wie wichtig es für die Frauen ist darüber zu reden und ich höre ab und an einfach nur angeekelt und erschreckt interessiert zu.
Es ist spannend zu beobachten, was ein solches Ereignis mit Menschen macht, wie es sie verändert und welche neuen Seiten an ihnen hervor kommen, die ich vorher niemals erahnt hätte – und sie selbst wohl auch nicht. Die Axt im Walde wird dort sanft und zärtlich, der allzeit Souveräne erscheint nun hilflos und unbeholfen…

Und an einem Tag wie heute, durchzogen von Kinderlachen und schmatzenden Sauggeräuschen beim Stillen stelle ich mir die Frage was das eigentlich mit MIR macht? Und mal ganz generell: Was macht der Babyboom innerhalb der Peergroup mit denen, die Ende 20, Anfang 30 sind und sich dem „Trend“ entziehen?

Ich kann natürlich nur für mich sprechen aber ich glaube bei vielen meiner babylosen Altersgenoss(inn)en löst der vermehrte Anblick von Babybäuchen, Frauen mit Spucktüchern um den Hals  und Vätern, die ihren Nachwuchs in die Luft werfen ein nagendes Gefühl des Anachronismus aus, welches (mich jedenfalls) zwischendurch auch ausgesprochen nerven kann: Das Ticken der inneren Uhr spielt Poker mit der Vernunft und den damit verbundenen Gründen, aus denen heraus man sich (bislang) gegen das vermeintliche Babyglück entschieden hat. Seien es nun berufliche, gesundheitliche, beziehungstechnische oder auch einfach andere Argumente, die gegen ein Kind zum jetzigen Zeitpunkt sprechen.
Dieses Ringen mit der Vernunft fordert oftmals viel Kraft von denen, die diesen inneren Kampf ausfechten und gerade deshalb schmeckt das Babyglück der anderen manchmal etwas bitter, muss man sich doch ständig fragen lassen (und – viel wichtiger – daraufhin sich selber fragen) wann es denn bei einem selbst so weit ist.
Und nicht nur das stellt eine Gefahr für bestehende Freundschaften dar – es macht einfach keinen Spaß über Stillhütchen zu reden, wenn man selbst nicht mitreden kann. Und es scheint ja auch ein Dilemma zu sein, denn wie wollen Mütter über andere Dinge reden, wenn sie wegen der lieben Kleinen so gut wie nicht mehr vor die Tür kommen?!

Was letztlich alles irgendwie auf die Frage hinausläuft ob es wirklich die eigene Fortpflanzung oder nicht doch besser eine zweite Katze sein soll…

*Hmpf.

Reifeprüfung

28. August 2012

Es gibt Zeiten im Leben, die sind nicht einfach.

Eine Abschlussarbeit zu schreiben ist an sich schon nicht so leicht.

Wenn dann aber noch andere Sachen im Leben passieren, deren „Bearbeitungszeit“ dem Pensum der B.A. Thesis gleich kommen, wirds hart.

Noch härter wird es, wenn dann auch noch „Liebesbriefe“ vom BAföG-Amt im Briefkasten lauern, in denen lächerlich viel Geld zurückgefordert wird und sich zu allem Überfluss auch noch eine Zahnfüllung verabschiedet.

Da hilft es nur, sich zu vergegenwärtigen, dass man nicht allein ist. Dass man einen Partner, Familie und Freunde hat, die zu einem stehen…

und dass dieser ganze Zustand vielleicht einfach nur eine Gelegenheit ist, um endlich an sich selbst zu wachsen.

 

Bei LinGe wurde ich heute ans StudiVZ erinnert, in dem auch ich noch eine Kartei-Leiche bin. Warum weiß ich selbst nicht – hab ich Sozialen Netzwerken doch schon längst den Rücken gekehrt. Damals hab ich aber, ebenso wie LinGe, gerne Gruppen gesammelt. Dadurch konnte man einige Aspekte seines Lebens und den Charakter wunderbar ausdrücken. Interessant finde ich, das jetzt nochmal zu lesen. Hatte ich irgendwie gar nicht mehr auf dem Schirm…

Für die Neugierigen folgt die „Selbstdarstellung durch Gruppennamen“ anno 2010:

  • „Das gleiche wie jeden Abend Pinky…“
  • „Ich bin nicht depressiv, ich kultiviere meine schlechte Laune!“
  • * ALT+F4 macht anonyme besucher deiner seite sichtbar*
  • 1984 war nicht als Anleitung gemeint
  • ALS, nicht WIE und erst recht nicht ALS WIE
  • Die durch Tele 5 Cartoons fernsehgeschädigten Kinder der 80er
  • Die S1 zerstört mein Leben
  • Die Welt ist schlecht, das Leben ist schön
  • Dresden Dolls
  • Ein Klavier, ein Klavier! Mutter wir danken dir!
  • Gegner von Studiengebühren
  • I break together, I make it not more longer with!!!
  • Ich bin Trekkie und stolz drauf
  • Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem.
  • Ich kann nicht einschlafen, weil mich das Grübelmonster quält!
  • Leute, die Sätze gerne mit drei Punkten beenden…
  • Mathe ist ein Arschloch
  • Mein Leben ist eine Baustelle…Vielen Dank für Ihr Verständnis!
  • Mr. Spock 4 ever
  • Projekt „Endlich Nichtdenker“
  • Setz Dich, nimm dir ’n Keks!
  • Spongebob der König unter Wasser
  • the decemberists
  • Trinke Earl Grey weil Picard es auch tut
  • Urlaub auf Monkey Island
  • Wenn ich alt bin, werde ich nur nörgeln. Das wird ein Spaß.
  • Wenn Katholiken auf eine Demo gehen, sind sie dann Protestanten?

    Naja, einiges ist da mittlerweile  schon überholt… (Gott sei es gedankt).

    Und wie war das so bei Ihnen? Gab es da überhaupt ein Soziales Netzwerk?