Das Urteil

10. Dezember 2012

Um den kürzlich hier platzierten Artikel nicht ganz unkommentiert stehen zu lassen, verrate ich an dieser Stelle wie es ausgegangen ist:

Der Fahrer bekam eine Bewährungsstrafe von sechs Monaten, zwei Monate Fahrverbot und musste 800 € an die Witwe zahlen.
Das ist selbstverständlich nur die Strafe, die aus dem Strafrecht hervorging. Vermutlich werden die Hinterbliebenen noch zivilrechtliche Ansprüche geltend machen, ich denke aber, dass man davon dann nicht so viel hören wird.

Weswegen ich es gepostet habe:

Ich finde es erschreckend, dass prinzipiell jedem von uns, der hin und wieder hinter dem Steuer sitzt, ein solcher Unfall passieren kann. Jeder der ein Fahrzeug lenkt, kann einen anderen Menschen umbringen, ohne böse Absicht – ohne es zu wollen.

Der Verstoß, der begangen wurde war simpel: der Mann hat einfach nur die Vorfahrt mißachtet. Die Folgen waren katastrophal. Sowohl für den Motorradfahrer und seine Angehörigen als auch für den jungen Mustang-Fahrer, der sich seit dem Unfall in psychologischer Behandlung befindet.

Was mich noch dazu sehr bewegt hat war die Reaktion einiger Menschen, die unter dem Online-Zeitungsartikel ihre Meinung zum Urteil kund getan haben.
Wie einige schon unter meinem Blogeintrag kommentierten ist es nicht leicht, in einer solchen Sache Recht zu sprechen. Und dennoch gibt es immer wieder Leute die meinen es besser zu wissen als die, die sich auf diese Aufgabe vorbereiten und beruflich über einen solchen Sachverhalt entscheiden müssen.

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2 Antworten to “Das Urteil”

  1. Cidrin Says:

    Es ist halt einfach so furchtbar leicht, im Internet „gscheid daher zu reden“, wie wir in Bayern sagen. Diese Kommentare sind wirklich eines der größten Übel im Netz. Bei sehr vielen Seiten werden ja die schlimmsten gelöscht und durch Sätze wie „Bleiben Sie bitte sachlich“ oder „Unterlassen Sie Unterstellungen“ ersetzt. Alleine dieses Moderieren kostet wieder sehr viel Zeit und erfasst auch nicht jeden Blödsinn.
    Zu der Strafe: Ich bin wirklich froh, dass ich kein Richter bin.


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