Träume sind Schäume

25. Mai 2012

Ich träume oft, viel und symbolträchtig. Allerdings glaube ich nicht an allgemeine Traumsymbole wie man sie auf mehr als fragwürdigen Seiten im WWW findet, sondern eher an eine individuelle Symbolik, die sich durch gesunde Reflexion der aktuellen Gefühls- und Lebenslage deuten und verstehen lässt. Allerdings verstehe ich meine Träume manchmal nicht direkt, sondern brauche eine Zeit. Und manchmal kapiere ich sie auch nie und dann hat mein Gehirn wohl übertrieben.

In einer Phase meines Lebens, in der ich mir über meine berufliche Zukunft unschlüssig und vor Unsicherheit wie Bambi im Scheinwerferlicht gelähmt schien, träumte ich, dass ich ein kleines gelbes Auto in der Tasche mit mir rum trage. Dieses kleine, gelbe Auto war etwas ganz besonderes denn wenn man es mit Wasser begoss, ploppte es, das Auto wurde groß und ich konnte einsteigen und wegfahren. – In diesem Fall stand das Auto für mein persönliches Fortkommen und das Gießen für das „sich darum kümmern“.

Als meine Omma einmal krank war träumte ich, dass sie ganz spontan eine Reise gebucht hatte. Eine Flugreise. Ziemlich weit weg. Und ich war verwirrt, denn in ihrem Alter, dachte ich, fliegt man nicht mehr. Vor allem nicht allein. Deshalb, dachte ich, sollte sie meinen Kater mitnehmen. Aber als mir bewusst wurde, dass sie vielleicht nicht wiederkommen würde bekam ich Angst und wollte nicht mehr dass sie fliegt. Und vor allem sollte sie nicht meinen geliebten Kater mitnehmen! Aber es war zu spät. Sie war dann schon weg. – Hier ist die Bedeutung recht leicht zu erschließen: Ich hatte mich mit der Möglichkeit ihres Todes auseinander gesetzt und damit, dass wenn sie stirbt, ein sehr wichtiger Teil meines Lebens auf eine schmerzhafte Art verloren geht.

Dann gibts noch diese Verfolgungsträume, die glaube ich jeder irgendwann mal in seinem Leben hat. Ich wurde schon von KZ-Aufsehern, Spinnen, Farben und einem irren Jamaikaner durch die verschiedensten Szenerien gejagt. Und am unangenehmsten davon war nicht etwa der Nazi, sondern die Farben, die mich erdrücken wollten.

Letzte Nacht habe ich geträumt, dass ich erschossen werde. Eine gesichtslose Gestalt in Lederjacke und Jeans schoss mir mit einer Pistole mehrmals in den Oberkörper. Warum genau weiß ich nicht mehr. Nur, dass die Person wohl recht wütend gewesen ist und mich mit voller Absicht töten wollte. Sowas hab ich noch nie geträumt. Noch nicht einmal, wenn ich Abends noch Horrorfilme oder Krimis gesehen habe.

Ich glaube, mein Gehirn verträgt die Wärme nicht.

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Eine Antwort to “Träume sind Schäume”

  1. Kommissar Vorgarten Says:

    Es gibt keinen perfekten Mord, wir kriegen den Kerl. Jeder hinterlässt Spuren und macht Dummheiten.


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