Möglichkeiten der empirischen Sozialforschung

27. Januar 2012

Heute morgen den wohl ranzigsten Kiosk der Stadt in unmittelbarer Nachbarschaft vorgefunden. Es roch nach „Eau de Puma“  und die zwei Gestalten auf den weißen Plastik-Gartenstühlen sahen mit ihren zwei Kölsch so aus, als wären sie nicht früh aufgestanden sondern immer noch wach. Ich war froh, neben der überdimensional großen Auswahl an 1,5l Flaschen Cola, Limo, Punica und Eistee eine von den wenigen, kleinen Flaschen Wasser ergattern zu können. Da sich ungefähr 200m weiter eine Grundschule befindet denke ich darüber nach eine empirische Untersuchung über die Korrellation von Übergewicht und ADHS bei Grundschülern und dem (Süßigkeiten-)Getränkeangebot des Kiosks durchzuführen. Fragt sich nur, ob die Kinder freiwillig auf die Waage steigen und die Aussagen über „selbst getrunken/gegessen“ und „Flasche/Tüte geteilt“ stimmen… Überhaupt sehe ich gerade überall Gelegenheiten für irgendwelche Forschungen. Auf der Autobahn zum Beispiel. Heute (im Kleinwagen) minutenlang hinter einem Mittelklasse-SUV hergekrebst deren Fahrerin (natürlich die klassische Mitvierzigerin) meinte, mit 110 km/h auf der linken Spur rumeiern zu müssen. Als ich meine Überholversuche irgendwann entnervt und wild fluchend aufgab und auf die rechte Spur wechselte fuhr der schwarze Passat hinter mir auf meine vorherige Position, woraufhin die Trulla sofort rüber zog und ihn überholen ließ. Das war nicht das erste mal, dass ich sowas beobachten konnte. Die Frage ist nur, wie ein Versuchsaufbau dazu aussehen könnte… Zu einer ähnlichen Verhaltensweise gibt es übrigens wirklich eine Studie. Die bezieht sich allerdings auf das Gewähren der Vorfahrt in Abbiegesituationen. Für die Autobahnen – welche jedenfalls für mich (neben dem Parkplatzkampf) den Hauptschauplatz des Straßenkriegs darstellt – gibt es sowas (meines Wissens nach) noch nicht.

 

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3 Antworten to “Möglichkeiten der empirischen Sozialforschung”

  1. Frau Vorgarten Says:

    seltsam, irgendwas machst du falsch oder es liegt an dir oder an meinem extrem-breit-tief-schnell-schwer aussehenden Turbogefährt.
    Mir ist sowas noch nie passiert.
    (vielleicht liegts auch daran, dass ich in so einer Situation rechts überholt hätte, mit ungefähr 115 km/h…)

    Haha, hab ich Dir mal erzählt, wie ich die Polizei auf der Autobahn rechts überholt hab – zu deren großem Vergnügen?

    Apropos, mach Deine Studien doch zu einem Thema, über das Du Dich nicht so aufregst. Das macht graue Haare und hässliche Falten.

  2. wupperwasser Says:

    Wenn ich meine Studien zu anderen, weniger „aufregenden“ Themen machen würde, dann würde das nicht mehr meiner Persönlichkeit entsprechen… Ich bin und bleibe temperamentvoll. Und die grauen Haare und Falten nehm ich in Kauf – solange das Verhältnis zwischen Lach- und Zornesfalten stimmt. Gewöhn dich besser dran. 😉

    Die Geschichte mit der Polizei haste mir noch nicht erzählt, schreib doch mal drüber! 🙂

    Ich überhole nicht rechts, ich drängel nicht und mach auch keine Lichthupe. Ich mach doch selbst nicht das, worüber ich mich bei anderen aufrege. Kann nämlich alles in die Hose gehen – oder ins Blech – oder in die Fänge der Polizei.


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