Schnorrer

3. September 2011

„Entschuldigen Sie, haben Sie einen Moment Zeit?! Ich war hier meine Kinder besuchen, und vorhin wurde mir mein Portemonaie gestohlen – ich habe auch schon Anzeige erstattet, aber jetzt komm ich nicht nach Hause weil ich kein Geld für die Fahrkarte hab. Mir fehlen nur noch 2.10 € für die Fahrt nach R. Hätten Sie nicht noch etwas Geld?“ – sprachs und starrte mich mit einer Mischung aus großen Augen und Vorwurf an.

„Wir können gerne zum Automaten gehen und ich steuere den Rest für die Fahrkarte bei.“

„Nein das geht nicht – ich kann die Karte hier nicht kaufen, weil das ist Verkehrsverbund A und nicht B.“

„Wir haben hier verschiedene Preisstufen, mit den Tickets kommen Sie sogar bis hinter K., wenn Sie wollen.“

„…“

 

Ehrlicher fänd ich es, direkt zu sagen, dass man das Geld für Drogen braucht. Dann wird man wenigstens nicht so dreist belogen.

 

 

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4 Antworten to “Schnorrer”

  1. Frau Vorgarten Says:

    das macht das Schnorren, besser gesagt das Angeschnorrtwerden, aber auch nicht angenehmer.

  2. ohnevorwaesche Says:

    So eine Geschichte habe ich auch erlebt. Sie hatte Hunger und ich habe ihr einfach 4 Brötchen gekauft und ihr in die Hand gedrückt. Ihren Gesichtsausdruck werde ich nie vergessen!
    L.G-
    Mrs. Jones

  3. ohnevorwaesche Says:

    Ja, ich habe ihr geglaubt! Vielleicht hatte sie auch wirklich Hunger,warum nicht! 50% – 50% !!
    L.G.
    Mrs. Jones


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