Psst!
15. März 2013
Ich verrate Ihnen ein Geheimnis:
ICH LIEBE FLASHMOBS!
und ich könnte stundenlang welche auf Youtube gucken.
Manche schaue ich sogar mehrmals!
wie z.B. den hier:
oder den:
oder den:
oder auch den:
oder auch… den:
Und Sie?!
Bloggeswohlgefährdung
9. März 2013
Risikoeinschätzung zur gemeldeten Bloggeswohlgefährdung gemäß § 8a des BRW VIII (BlogRegelWerk VIII):
Der Blog “Wupperwasser – Mein Leben im Fluss” wird seit einiger Zeit nur noch unzureichend betrieben. Anzeichen dafür sind unter anderem eine verminderte Anzahl an Artikeln, langweilige Inhalte oder lediglich Foto- und/oder Videoposts, die zudem noch mit unsinnigen Kommafehlern verhunzt werden. Die Leserzahl, die ohnehin nie hoch war, ist in den letzten vier Monaten auf ein Minimum geschrumpft was auch zur Folge hat, dass immer seltener kommentiert wird.
Die Autorin selbst beobachtet diesen Vorgang schon eine ganze Weile mit großer Besorgnis – aber auch mit Ohnmachtsgefühlen – schafft sie es doch noch nicht einmal woanders ordentlich zu kommentieren, geschweige denn ihren Blogroll zu aktualisieren. Zur Zeit loggt sie sich zwar täglich bei WordPress ein, dennoch fehlt es ihr an Zeit, Ideen und Motivation um das Onlinetagebuch bloggerecht zu pflegen. Das wird vor allem an solchen Einträgen deutlich, die ihre Suchanfragen thematisieren oder eine Liste mit “5 Dingen” präsentieren, die die Bloggerin irgendwann mal gut fand.
Der Blog “Wupperwasser – Mein Leben im Fluss” bedarf daher dringend menschlicher Fürsorge und Zuwendung, andernfalls ist er per richterlichem Beschluss gemäß §1666 Bloggerliches Gesetz Buch in Verbindung mit §§8a und 42 BRW VIII in Obhut zu nehmen und fremd unterzubringen.
Es wird angeregt im Rahmen der Hilfeplanung eine flexible Bloggerhilfe einzustellen, die gemeinsam mit der Autorin an ihren Grundproblemen arbeitet.
Wiedervorlage spätestens am 05.04.2013.
Auf dem Klo…
23. Februar 2013
im Gerichtsgebäude wird über das Verb “entsorgen” gestritten.
Vielleicht weiß Frau Vorgarten ja, welcher Fall nun richtig ist… Am meisten Sinn hat für mich jedenfalls die Anmerkung mit den Tampons… =)
Lasagne al Ross(o)
15. Februar 2013
Als ich im Radio davon hörte, dass nun auch in einer Lasagne von “real” Spuren von Pferdefleisch gefunden wurden, dachte ich mir nur, dass ein Werbeslogan wohl nie passender war: “Einmal hin, alles drin”.
Glück für die Fleisch- und Fertigproduktindustrie, dass heute ein Meteor in die Erdatmosphäre eingetreten ist und es so viel Bildmaterial dazu gibt. Da rutscht die Berichterstattung über “Ross-Bratwurst” und co. bei SpOn direkt ans andere Ende der Webside und statt “Schimmel – Salami” gibts jetzt Armageddon-Panik im Fernsehn…
Trotzdem muss ich noch oft über den Pferdefleischskandal nachdenken.
Frau Aigner möchte jetzt DNA-Tests durchführen lassen um zu überprüfen, in welchen Produkten noch alles Hotte-Hü steckt. Geht das nicht ein bisschen zu weit?! Mir als Vegetarierin jedenfalls ist das zu teuer. Und in meinen Augen unnötig. Krank wird man nicht von Fury oder Black-Beauty, es sei denn, sie verpassen dem Carnivoren in lebendem Zustand einen gepflegten Tritt in den Allerwertesten – oder sonst wohin.
Bei den Preisen müssen die Hackfleischliebhaber einfach damit rechnen, dass die Lasagne nicht mit Tatar hergestellt wird, sondern mit dem ganzen Schrott, der von der Massentierhaltung übrigbleibt.
Und ich würde sogar behaupten, dass in jedem Supermarkt-Hähnchen mehr Medikamente drin stecken, als in Mr. Ed’s Muskelfleisch. Die meisten Leute wissen das. Und essen es trotzdem. Es gibt genug Berichterstattungen darüber, dass das spätere Schnitzel eben nicht auf einer grünen Weide steht und sich natürlich fortpflanzt. Das spätere Schnitzel steht auf leicht zu reinigenden Metall-Gittern und fristet sein trostloses Dasein mit Fressen, Scheißen und Dösen. Medikamente gibt es täglich über das Trinkwasser, damit die Tiere die Haltungsbedingungen überleben. Tageslicht und Frischluft gibts erst beim kurzen Moment zwischen Stall und Tiertransport zum Schlachter. Bei Hühnern noch nicht mal dann. Es geht ausschließlich um Profit. Mit allen Mitteln wird billiges Fleisch erzeugt. Jedweder Respekt vor dem fühlenden Lebewesen fehlt. Und ebenso der Respekt vor dem Verbraucher, der bei seiner Lasagne ohne Zweifel getäuscht wurde und sich gleichzeitig über die normalen Produktionsbedingungen ihrer Nahrung konsequent und gerne täuschen lässt.
Es wissen doch alle, wo ihr Fleisch herkommt.
Und trotzdem regen sich noch so viele über derartige Vorfälle auf. Sie fordern eine genaue Aufklärung des Skandals. Ich muss dann an Kant denken, der in einem anderen Zusammenhang einmal schrieb:
“Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.”
(Immanuel Kant: Was ist Aufklärung? In: Berlinische Monatsschrift 4 (1784), S. 481-494)
Wer Fleisch aus Massentierhaltung kauft (und in einer Fertiglasagne wird sicher kein anderes Fleisch verarbeitet) und isst, der muss es auch verdauen. Mit allen Zusätzen. Ob nun Pony oder Medikamente.
Ich habe fertig.
Suchanfragen
29. Januar 2013
Ich wollte immer schon mal ein paar Suchanfragen posten, die irgendwelche Leute auf diesen Blog geführt haben. Und da mir gerade ohnehin nichts besseres einfällt:
15 Highlights aus dem letzten Jahr
unglaubliche bäume - Wie kann ein Baum unglaublich sein? Manchmal erscheint mir die Verknüpfung von gewissen Adjektiven mit bestimmten Substantiven/Objekten äußerst unglaublich…
nad tod erfahrungsberichte you toupe – Und die Rechtschreibung erst…
laszive fee pose - Da hat wohl jemand ein Ü-Ei geöffnet…
reinigung wupperwasser - Geschieht jeden Morgen und Abend.
zustand wupperwasser - Sauber! (Siehe oben!)
geizig seinwoher kommt das - Ich weiß es, aber ich teile mein wissen nicht! ;-P
bezeichnung kirmessprecher - Lassen Sie uns kurz über diese Suchanfrage nachdenken…
ist mein nintendo kaputt weil es wasser abbekommen hat- Nicht unbedingt. Aber nass.
schlafhygiene für katzen - ???
silbentrennung einöde – EIN – Ö – DE
ich habe kein geld erhalten bitte pröffen sie - Wähä?
meine schlechte laune reflektieren - Na schön. Ich hab zwar Feierabend aber wenn es sein muss…: Auf einer Skala von 1-10, wobei 1 bedeuten würde, dass Sie gute Laune haben und 10, dass Sie heute besonders mies drauf sind, wo befinden Sie sich zur Zeit und was müsste passieren, damit Sie sich auf der Skala nach unten bewegen?
heiße klamotten fette frauen - Nicht auf diesem Blog. Hier gibts nur dürre, sexy Feen…
tecnas mutter - …liegt im Supermarkt unter der Kasse und macht “piep”.
was kam vor tele 5 – Jahrelange Tristesse und Langeweile
Demnächst wieder mehr…
Medizynicus’ Kafka-Award
5. Januar 2013
Medizynicus rief jüngst zur Bewerbung zum Kafka-Award-2013 auf, bei dem es um den Titel für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Bürokratie im Gesundheitswesen geht. Da will ich mich nicht lumpen lassen und schicke hiermit meinen Beitrag ins Rennen:
Die Studentisch-Private Krankenversicherung
Herzlichen Glückwunsch zum 25 Geburtstag! Sie sind StudentIn und ihr Vater bekommt für Sie von seinem Arbeitgeber nun keine Beihilfe mehr, somit steigt der monatlich zu zahlende Versicherungsbeitrag für Ihre private Krankenversicherung auf ca. 250€ an, nebst 20€ für Ihre Pflegeversicherung.
Um den Betrag auf ein zahlbares Maß zu reduzieren müssen Sie entweder
A) neben Ihrem Vollzeit-Studium ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis eingehen um in die gesetzliche Kasse wechseln zu können oder
B) eine studentisch private Krankenversicherung abschließen, die Sie zum Sonderschleuderpreis von ca. 130€ monatlich plus 20€ für die private Pflegeversicherung erhalten. Dafür dürfen die behandelnden Ärzte mit uns den 1,1 – 1,7 fachen Satz der GOÄ berechnen – quasi genau so viel (teilweise auch weniger) wie für einen normalen Kassenpatienten. Sie erhalten also die selben Leistungen wie in der Gesetzlichen Versicherung, bezahlen aber das Doppelte (und bekommen vom BAföG-Amt trotzdem nur einen KV-Abschlag von 68€) plus einen hohen Bürokratieaufwand und damit verbundenes schwaches Nervenkostüm extra!
Sie nehmen Möglichkeit B weil Sie kein Arbeitgeber für nur drei Monate in Teilzeit einstellen will bzw. ihr Turbo-Bachelor das ohnehin nicht erlaubt?
Hervorragend! Denn nun geht der Spaß erst richtig los. Da Sie Student sind und ihnen damit weniger Geld zur Verfügung steht als einem ALG II-Empfänger, gehen wir als Versicherer davon aus, dass Sie ihre Arztrechnungen nicht erst einmal selbst begleichen können (Das heißt, eigentlich denken wir das schon – aber dazu später…). Deshalb rechnen wir in diesem Fall, als private Krankenversicherung, ausnahmsweise selbst mit dem Arzt ab.
Um dieses Abrechnungsverfahren zu erleichtern bekommen Sie als Patient dafür aber keine Versichertenkarte, die jede/s Arztpraxis/Krankenhaus etc. durch ein Lesegerät ziehen kann – nein – Sie bekommen einen Ausweislappen im DIN A6 Format, der selbstverständlich NICHT in Ihr Portemonaie passt und den Sie halbjährlich in einer Bastelstunde mit einer Beitragsmarke bekleben müssen. Diese schicken wir ihnen bei fristgerechtem Eingang des Versicherungsbeitrags zu Semesterbeginn zu.
Bei jedem Arztbesuch nehmen Sie bitte ihren Ausweislappen mit. In der Praxis zeigen Sie ihn dann vor, damit die mit ihrem Versichertenstatus völlig aus dem Konzept gebrachten Sprechstundenhilfen staunend bewundern sehen können, dass Sie aktuell bei uns versichert sind. Außerdem geben Sie bitte einen von den beiden leeren, an uns adressierten Briefumschlägen ab, die Sie von uns erhalten haben. Darauf haben wir extra noch (mit Kuli) ihre Versicherungsnummer ergänzt damit wir das besser zuordnen können (falls Sie keine Umschläge mehr haben, rufen Sie uns an, wir schicken ihnen dann innerhalb vier Wochen wieder ZWEI neue zu – planen Sie also ihre Arztbesuche sorgfältig!). Mit diesem Umschlag kann der Arzt seine Rechnung nun direkt an uns schicken und mit uns abrechnen.
Damit der Arzt auch nicht zu viel abrechnet, gibt es unsere Merkblätter, welche Sie bitte ebenfalls zum Arzt mitnehmen. Zum einen das “Merkblatt für Ärzte” und zum anderen das “Merkblatt für Zahnärzte” in denen im feinsten Fachchinesisch steht, welche Behandlungen wie abzurechnen sind und das ganze Prozedere mit Umschlag und Ausweislappen nochmals erklärt wird (auch von diesen können wir ihnen falls Sie wirklich einmal zu einem anderen Arzt als den Hausarzt müssen bei Bedarf noch Zweitausfertigungen zusenden).
Der Arzt muss das Merkblatt lesen und sich mit den dort aufgeführten Bedingungen einverstanden erklären. Ist er nicht damit einverstanden und Sie werden wider Erwarten trotzdem behandelt und Sie unterschreiben beim Anmeldebogen in einer neuen Arztpraxis den Wisch für Privatpatienten, müssen Sie die Differenz des von uns festgelegten Leistungsbetrags vom Rechnungsbetrag selbst zahlen.
Ach ja. Und falls der Arzt über die PVS abrechnet, müssen Sie den Rechnungsbetrag ohnehin vorstrecken und für uns einen Leistungsantrag ausfüllen. Wie Sie wissen können, welcher GOÄ-Satz für welche Behandlung von uns übernommen wird, finden Sie am besten selbst heraus (und wir versichern Ihnen, nach der dritten Rechnung, die wir Ihnen nicht vollständig erstatten, haben auch Sie gelernt die Mahnungen von Ärzten zu ignorieren!), denn auch hier müssen Sie sich selbst mit dem Arzt rumschlagen, wenn dieser zu viel berechnet. Die Arschkarte haben dementsprechend immer SIE.
Und nochwas: Selbstverständlich bekommen Sie auch als Studentisch-Privat-Versicherte immernoch Privatrezepte, die Sie zunächst selbst zahlen müssen. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich dabei um das 18€ Antibiotikum oder die 150€ Spritzenpackung handelt, die Sie alle 10 Tage benötigen. Es wird nach Einreichung des Leistungsantrags alles gleich schnell abgerechnet. Nämlich im vier Wochen Rhythmus, so dass Sie als Student stets über ein finanzielles Polster über 600€ verfügen sollten (da Apotheken in den seltensten Fällen anschreiben lassen) sowie über genügend Übersicht, Büroklammern und Zeit um die Leistungsanträge auszufüllen und in die Filiale zu tragen (oder über ausreichend Briefmarken um sie zu verschicken).
Bleibt nur noch die persönliche Empfehlung auszusprechen, dass Sie einen nahen Verwandten über die Konditionen und Abläufe unserer Studentisch-Privaten-Krankenverunsicherung schulen, der Sie dann im Falle eines Falles vor zu dicken Krankenhausrechnungen bewahrt. Denn wir zahlen ja alles – aber im Zweifel nichts.
Die wichtigen Dinge
31. Dezember 2012
Beim Rückblick auf meinen Blog anno 2012 und das, was ich so gepostet habe fällt mir auf, dass ich trotz der großen Themen in meinem Leben eigentlich hauptsächlich über die kleinen Themen, das Unwichtige geschrieben habe.
Dabei war 2012 eines der härtesten Jahre meines bisherigen Lebens. Und dabei sollte es eigentlich nach dem von Verlust und Trauer gezeichneten Vorjahr besser werden.
Ich war gerade umgezogen – neue Wohnung, neues Glück – wie die Werbung einer hiesigen Wohngesellschaft proklamiert. Und zunächst war es auch so. Wegen der Dinge aus 2011 nicht leicht, aber okay. Ich fand ein Thema für meine Abschlussarbeit und freute mich über meine Eltern, die mich finanziell unterstützten, so dass ich meine zwei Nebenjobs aufhören konnte. Dann im April, einen Tag nach meinem Geburtstag, der erneute Rückschlag und über einen Monat Zwangspause von allem, existenzielle Krise inklusive. Heute frage ich mich, wie ich diese Zeit und die, die darauf folgte überstanden habe.
Und Ende August, als es nochmal besonders schlimm war, ich an einem der dunkelsten Orte meines Lebens saß und nebenbei meine Arbeit schreiben musste, wusste ich, dass wenn ich das überstehe, mich danach nichts mehr so leicht umhauen kann.
Und ich bin dankbar für meine Familie und meine Freunde, die mir da durch geholfen haben, denn ohne sie hätte ich es nicht geschafft.
Ende September konnte ich meine Abschlussarbeit endlich abgeben und in einen wohlverdienten Urlaub fahren, der vermutlich zu den besten meines Lebens gehören wird, bedeutete er doch ein Loslassen von allem, was mich so lange verfolgt hat. Dass die Arbeit und das Kolloquium dann noch mit Bestnote bewertet wurden, läutete endgültig einen neuen Lebensabschnitt ein. Es tat und tut gut, diese Hürde endlich gemeistert zu haben.
Zwar werden die Herausforderungen des Lebens gewiss nicht weniger werden – dennoch hoffe ich aber, dass es jetzt erstmal mit den kleineren Sorgen weiter gehen wird.
Seit Mitte November arbeite ich in einem Job, der mir richtig gut gefällt und bis jetzt sieht es so aus, als hätte 2012 irgendwie doch noch ein gutes Ende gefunden…
Bleibt mir nur noch zu hoffen, dass es nächstes Jahr ruhiger wird und die Welt nicht wieder aus der Bahn gerät.
Und genau das wünsche ich auch Ihnen da draußen! Kommen Sie gut rüber!
